BOBTAILS AUS DEM BARNEYLAND
  BOBTAILS AUS DEM BARNEYLAND 

DAS IST FRAUCHENS SEITE !!!

 

 

Meine Liebe zum Bobtail entstand bereits irgendwann in meiner früheren Kindheit, -  Mitte bis Ende der 60-ger Jahre - , als es eine Familienserie im Fernsehen gab, in der ein Bobtail mitspielte.

Ich klebte förmlich vor dem Fernseher und bewunderte diesen, für mich absoluten Traumhund.

Leider teilten meine Eltern diese große Liebe und meinen Herzenwunsch dann doch nicht in diesem Maße, dass sie uns einen Bobtail kaufen wollten.

 

Jedoch jedes Mal, wenn ich einen Bobtail sah, - und Anfang der 80-ger Jahre wurde der OES plötzlich zum regelrechten Modehund - , ging mir noch immer das Herz auf und als sich ein befreundetes Ehepaar 1980 einen Bobtailwelpen kaufte, war ich hin und weg vor Freude, " Berta " war mein TRAUMHUND !

Die Liebe zu einem Bobtail und zur Rasse des Old English Sheepdog  verliert man NIE, nicht umsonst heisst es :   Einmal Bobtail, IMMER Bobtail  !!!

 

Mit der Liebe des befreundeten Ehepaares war das allerdings gänzlich anders und, als die Beiden sich trennten und nun Beide wieder berufstätig waren, mussten sie sich schweren Herzens von Berta trennen, was für mich ( persönlich natürlich ) die glücklichste Scheidung , bzw. Fügung war, von der ich je erfuhr.

 

 

BERTA

Somit kam Berta nun, die genau 15 Tage älter war, als meine Tochter Mirijam, sogar passend zu Miris 2tem Geburtstag, zu uns und spätestens seit diesem Tag war die gesamte Familie mit- infiziert und ebenfalls  BOBTAILSÜCHTIG !

 

Berta war eine bildhübsche, unendlich gutmütige Hündin, die dem Kinder- und Baby- lieben Charakter des Bobtails in wahrlich jeglicher Hinsicht gerecht wurde und war mit dann schon bald zwei " Schwestern " der beste Aufpasser von Kinderwagen, Kleinkindern und später Tröster bei schlechten Schulnoten und liess sich  auch von sämtlichen Spielkameraden meiner Töchter oft genug in ungewollter Kleinkindmanier am Fell zerren, dass ich aus Sorge um die arme Berta einschritt, die nie auch nur einen einzigen Muckser der Beschwerde von sich gab.

 

Als Berta 1992 mit 12 Jahren leider infolge einer zweiten Magendrehung, zuhause(  nach sogar erfolgreich überstandener Operation ) aus der Narkose,

erwachend, sanft  in meinen Armen einschlief, weil anscheinend ihr Kreislauf

zu sehr geschwächt war, brach für uns Alle die Welt zusammen.

 

Ein Leben ohne Bobtail war nicht mehr vorstellbar.

 

Nur 3 Wochen später hielten wir " Charly " ( Curacao Blue von der Hoppetosse ) nahe der hollänischen Grenze bei seiner Züchterin, Frau Bergs, in unseren Armen.

 

MEIN ERSTER UNKUPIERTER BOBTAIL !

 

 

CHARLY

 

Seine Züchterin, Frau Bergs, machte mich mehrfach darauf aufmerksam, Charly doch auszustellen, er sei so sehr dazu geeignet, aber ich lehnte dankend ab. Erstens waren meine Kinder zu klein sie immer mitnehmen zu können, zweitens waren Wochenenden eigentlich immer komplett durch Tennismedenspiele verplant und drittens fand ich die auftoupierten Bobtails in der Zeitung des DOESC, die wir als Welpenkäufer ja ein Jahr umsonst bekamen, völlig unecht und die Besitzer mit ihren Kostümchen und Krawatten mit ihren ernsten Minen irgendwie lächerlich, HUNDESPORT ,  :  JA - das fand ich klasse, aber Ausstellungen einfach nur spießig und von jeglichem Sport meilenweit entfernt.

 

Charly war ebenfalls eine Seele von einem Hund und am Allermeisten genoss ich die Nähe zwischen ihm und mir, wenn wir jede freie Minute sämtlicher Ferien in meiner Heimat Kärnten in Österreich in meiner Ferienwohnung auf 1600 Meter Höhe oberhalb des Ossiacher Sees verbrachten.

Im Sommer und Herbst wanderten wir bis zum Gipfel über  Wanderwege von Hütte zu Hütte, oder waren am Ossiacher See, wo Charly sogar, obwohl er ebenso wasserscheu, wie Berta war, mit Schwimmen ging und selbst beim Wasserski mit bei mir im Sportboot zu sitzen, machte ihm riesen Spaß. Er war ebenso, wie Berta, und jeder meiner Hunde bis heute überall mit dabei.

Fuhr die Familie in Wintermonaten Ski, wanderten Charly und ich  täglich stundenlang durch die verschneiten Wälder und Wiesen, hatten unsere bestimmten Routen und Plätze und eine Nähe, die größer nicht sein kann und uns so sehr verband, dass Jeder genau wusste, was der Andere dachte und wollte und diese Nähe verband uns bis zu einem letztem Atemzug.

 

Charly litt leider im Alter an schwerster HD und, obwohl ich aufgrund meiner medizinischen Tätigkeit an der Quelle saß und das sicher garantiert seinen späteren Leidensweg hinausgezögert hat und ich ihn noch sehr lange medikamentös beschwerdefrei halten konnte, musste ich ihn im Alter von etwas mehr als 12 Jahren in meinen Armen erlösen lassen, nachdem er 5 Tage hintereinander nicht mehr aufstehen konnte, bei jeder Berührung grausame Schmerzen hatte und es nun wirklich keinerlei Hoffnung auf die geringste Chance einer Besserung mehr gab.

 

Doch ,- wie war das ? - Einmal Bobtail : IMMER BOBTAIL ?

 

 Zu dieser Zeit, als Charly über die Regenbogenbrücke ging, gab es das Internet noch nicht allzulange und ich besaß noch Keines. Die Zeiten des Modebooms des Bobtails waren längst vorbei und Frau Bergs, Charlys Züchterin, teilte mir mit keine Bobtails mehr zu züchten, aber somit auch keinerlei Kontakte mehr zu anderen Züchtern zu haben und mir keinerlei Adressen nennen zu können. Hätte ich doch wenigstens nach der Adresse des DOESC oder des VDH gefragt, oder selbst danach gesucht........... ! Aber völlig unwissend und noch weniger denkend kam ich dummerweise nicht auf die simpelste Idee. So erfuhr ich über einen Freund, der in der Firma einen Internetzugang hatte, dass es in Thüringen einen einzigen Rüden, - denn ich WOLLTE einen Rüden ! - als Welpen, gab. Heute würde mich ja glatt  nur mal so interessieren, wer das war .

Da mir aber, - inzwischen getrennt lebend - , die Fahrt nach Thüringen für nur einen einzigen Rüden ( DAMALS !! ) zuviel war und ich zeitgleich  im Kölner Stadtanzeiger eine Anzeige mit bildhübschen Bernersennen Welpen entdeckte und mir die Rasse des Berners, zudem so kurz nach Charlys Tod, auch unendlich gut gefiel, fuhr ich mit Freunden " nur mal eben Welpen gucken ".

Natürlich kam ich mit dem schönstem Rüden dieses Wurfs nach Hause :

 

CYRANO

Cyrano war zwar kein Bobtail, aber ein Traum eines Berner Sennenrüden und entgegen der meisten Berner, hatte ich die " Sportausführung" eines Ferraris erwischt, wie meine Tierärtzin mal treffend bemerkte und er war der verfresssenste Hund, den ich jemals erlebt habe - eine typische Eigenschaft seiner wunderschönen Rasse, ebenso wie ein unendlich gutmütiger, liebevoller Charakter, seine schnelle Auffassungsgabe und immer bemüht schnell und gut zu lernen und es Allen recht zu machen.

 

Wir hatten 7,5 traumhafte und kerngesunde Hundejahre zusammen, bis Cyrano plötzlich in kürzester Zeit rapide begann abzunehmen, eine sofortige Untersuchung ergab die grausame Diagnose eines Leberkrebses im Endstadium.

Selbst eine Chemotherapie, hätte schon nicht mehr helfen können. Ich versuchte noch eine Alternativbehandlung mit Artemisinin, was natürlich nur ein Strohhalm hätte sein können und wir lebten die nur letzten 3 Wochen, die uns genau auf den Tag ab der erschütternden Diagnose blieben, unendlich bewusst und intensiv, - wobei er noch mindestens 14 Tage körperlich fit war.

Nachdem es wirklich nicht mehr ging und er nur noch auf Knochen und Sehnen lief, die Wirbelsäule bereits vom Krebs anfressen war und ich ihn sogar noch 5 Tage länger über den Rat des Arztes, seine letzten Tage so schön es nur für ihn ging machend, auf Erden hielt, begrüßte er den Tierarzt, der ihn erlöste, sogar mit Küßchen.

 

Dass Berner Sennenhunde bereits in urfrüher Zeit, bei Beginn sie überhaupt zu züchten, hoffnungslos überzüchtet wurden, weil man die nur wenigen Exemplare mit besonders ausgeprägter Blesse, breiten Schultern und Brustbau und dem so typischen Rassestandard des Berners untereinander inzuchtmäßig und keinerlei heutige Zuchtregeln beachtend, einfach  "vermehrte ", sterben ca. 75 bis 80 % aller Berner zwischen dem 6ten und 8ten Lebrensjahr an Krebs. Es gibt sogar eine Krebsart, die NUR bei Bernern auftrítt.

Ich hatte mich nur immer vorher gewundert, dass das durchschnittliche Lebensalter eines Berners überall mit nur 8 Jahren erklärt wurde.

WARUM das tatsächlich so ist, erfuhr ich erst 3 Wochen vor dem Tod meines, vorher all die Jahre top- fitten, über Alles geliebten Cyrano.

 

 

In den hoffnungslosen letzten 1,5 Wochen, der 3 Wochen, die ich nur zum kurz Einkaufen gehen von seiner Seite wich, guckte ich dann irgendwann mal im Internet, das ich nun längst hatte, ob es eigentlich inzwischen wieder Bobtail - Welpen gibt.................- ich wollte wirklich NUR MAL GUCKEN ......

 

Und nach etlchen Interneseiten, in die ich da in meiner Zeit, die ich hier nun Tag und Nacht neben meinem totgeweihten Cyrano saß, " einfach nur mal guckte " - mit schlechtestem Gewissen so Etwas überhaupt zu tun - , sah mich dann auf der Seite :www.bushwaggers.de  EIN GESICHT an, das mir fortan  NIE mehr aus dem Kopf ging !!!

 

UND DIESES GESICHT WAR DAS HIER :

 

 

 

 

 

 

BARNEY mit 7 Wochen !!!!!!!!!

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